Was ist Domina?
Domina ist eine rote Rebsorte aus Deutschland. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Herrin“. Damit ist auch klar, was gemeint ist: Der Wein tritt selbstbewusst auf, mit tiefdunkler Farbe, kräftiger Frucht und spürbaren Gerbstoffen. Er ist aber eher samtig als streng.
Gerade für Einsteiger ist die Domina interessant. Sie ist unkomplizierter als manch großer Rotwein, hat aber mehr Charakter als viele Alltagsweine. Wenn du Dornfelder magst, solltest du sie unbedingt probieren.
Herkunft: Eine Kreuzung mit Karriere
Die Domina ist eine Neuzüchtung. Der Rebzüchter Peter Morio kreuzte 1927 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in der Pfalz den Blauen Portugieser mit dem Spätburgunder. In den 1950er-Jahren wurde die Sorte von Bernhard Husfeld weiterbearbeitet, 1974 kam sie in die deutsche Sortenliste. Ihre Abstammung wurde 2012 per DNA-Analyse bestätigt.
Heimisch wurde die Domina vor allem in Franken. Das hat gute Gründe: Sie ist frostbeständig, was im kühlen fränkischen Klima ein großer Vorteil ist, und sie kommt mit unterschiedlichen Böden zurecht. Zudem blüht sie zuverlässig. Von den rund 338 Hektar in Deutschland (Stand 2022) stehen etwa 298 Hektar in Franken, das sind knapp 90 Prozent. Dort gehört sie damit zu den wichtigsten Rotweinsorten und hat sogar den Spätburgunder überholt.
Wie schmeckt Domina?
Im Glas zeigt die Domina ein sehr dunkles Rot bis Violett. Die Farbe ist so intensiv, dass Winzer sie auch zum Einfärben blasserer Rotweine nutzen. Auch geschmacklich macht sie Eindruck:
- Frucht: Brombeere, Sauerkirsche, Zwetschge und Heidelbeere
- Struktur: kräftige, aber meist runde Gerbstoffe und eine mittlere Säure
- Mit Holzausbau: zusätzlich Noten von Vanille, Rauch, dunkler Schokolade, Tabak und Pfeffer
Wie sie schmeckt, hängt stark vom Ausbau ab. Junge, fruchtbetonte Weine reifen meist im Edelstahltank und sind saftig und unkompliziert. Kräftigere Dominas liegen im großen Holzfass oder im Barrique und werden dadurch dichter, würziger und komplexer.