Die Faberrebe ist eine deutsche Neuzüchtung aus dem Jahr 1929. Gezüchtet wurde sie von Georg Scheu an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey in Rheinhessen. Nach Analysen aus dem Jahr 2012 ist sie eine Kreuzung aus Chardonnay und Müller-Thurgau, früher ging man von Weißburgunder und Müller-Thurgau aus. Ihre Zuchtnummer lautet Alzey 10375. Ihren Namen verdankt sie Karl Schmitt aus Landau, der die Versuchsanpflanzungen betreute, "Faber" ist das lateinische Wort für Schmied. 1967 erhielt die Sorte Sortenschutz und die Zulassung, nach 1970 verbreitete sie sich vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen. Heute ist sie fast ausschließlich in Deutschland zu finden.
Aus Faberrebe entstehen frische, fruchtige und elegante Weißweine mit leichtem Muskatton. Sie werden meist trocken oder halbtrocken ausgebaut, in guten Jahren entstehen auch süße Spätlesen und Auslesen. Die Faberrebe dient außerdem als aromatischer Cuvée-Partner in Weißweinen. Wer eine Faberrebe kaufen möchte, findet bei uns eine Rarität für Genießer, die frische, aromatische Weißweine schätzen.
Die Faberrebe ist ein frischer, vielseitiger Begleiter. Trockene und halbtrockene Weine passen hervorragend zu Salaten, Spargel, Fisch, hellem Geflügel und leichten Gemüsegerichten sowie zu mildem Käse. Auch zu Vesper, Flammkuchen und asiatischer Küche ist sie eine gute Wahl, da ihre Fruchtigkeit und Frische Schärfe ausgleichen. Süße Spätlesen harmonieren mit Obstdesserts und leichtem Gebäck. Als Aperitif ist sie ein frischer Auftakt.
Die Faberrebe reift früh, ist ertragreich und liefert höhere Mostgewichte als Silvaner und Müller-Thurgau bei rassigerer Säure. Sie stellt kaum Ansprüche an die Lage, ist aber nur für feuchte, wüchsige Böden geeignet, bei Trockenheit auf leichten Böden neigt sie zu Stiellähme und schwachem Wuchs. Sie ist leicht anfällig für Oidium und Peronospora. Ihre Weine sind hell- bis goldgelb, fruchtig und elegant, mit einem leichten Muskatton, Aromen von schwarzer Johannisbeere, Zitrusfrüchten, exotischen Früchten, Apfel und Birne und einer gut strukturierten, frischen Säure. Gut gemachte Faberweine haben genug Extrakt und eine schöne Frische.
Die Faberrebe wird in Deutschland nur noch auf rund 185 Hektar angebaut, 2023, 2010 waren es noch 555 Hektar. Das Zentrum ist Rheinhessen mit rund 159 Hektar, daneben gibt es kleine Bestände an der Nahe und in der Pfalz. Außerhalb Deutschlands wird die Sorte nur in sehr kleinem Umfang angebaut, zum Beispiel in England.
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