Was ist Weinschorle?
Eine Weinschorle besteht im Kern aus nur zwei Zutaten: Wein und Wasser. Meist wird sie mit Mineralwasser mit Kohlensäure gemischt und gut gekühlt getrunken. In manchen Regionen gibt es Varianten, zum Beispiel die „saure“ Schorle mit Mineralwasser und die „süße“ Schorle mit Limonade oder Sprudel. In Österreich kennt man sie als „Gespritzten“.
Besonders im Sommer ist sie beliebt, denn sie ist leichter als Wein und löscht den Durst besser.
Das richtige Mischverhältnis
Die klassische Faustregel lautet 1:1, also halb Wein, halb Wasser. Das ergibt eine Schorle mit etwa 5 bis 6 Volumenprozent Alkohol. Wie viel Wein du nimmst, entscheidest du selbst:
- 2 Teile Wein, 1 Teil Wasser: kräftig und weinig, mit mehr Alkohol
- 1 Teil Wein, 1 Teil Wasser: der Klassiker, ausgewogen und erfrischend
- 1 Teil Wein, 2 Teile Wasser: sehr leicht, mit nur einem Hauch Wein
Tipp: Je mehr Wasser du zugibst, desto weniger schmeckst du den Wein. Probiere dich langsam an dein Lieblingsverhältnis heran.
Welcher Wein für Weinschorle?
Grundsätzlich eignet sich fast jeder Wein. Am besten schmecken frische, fruchtige und nicht zu schwere Weine.
Weißweinschorle
Der Klassiker ist Riesling. Seine ausgeprägte Fruchtsäure erinnert an Pfirsich, Apfel oder Grapefruit und bleibt auch mit Wasser frisch. Wenn du es milder magst, nimm Silvaner oder Müller-Thurgau, die weniger Säure haben. Auch Weißburgunder oder Scheurebe funktionieren gut. Für eine weichere, weniger herbe Schorle kannst du halbtrockene oder liebliche Weine nehmen.
Gut zu wissen: Du brauchst für die Schorle keinen teuren Wein. Ein einfacher, frischer Basiswein reicht völlig aus. Sehr aromatische oder holzbetonte Weine eignen sich weniger, weil ihre Aromen mit Wasser verloren gehen.
Rosé- und Weißherbstschorle
Sehr beliebt sind Schorlen aus Rosé und Weißherbst. Sie haben ein beeriges, fruchtiges Aroma, das viele lieber mögen als reine Weißweinschorlen. Ideal für Terrasse und Picknick.
Rotweinschorle
Auch Rotwein lässt sich verschorlen, aber hier kommt es auf die Sorte an. Rotweine mit viel Gerbstoff (Tannin) harmonieren nicht gut mit der Kohlensäure im Wasser und können bitter wirken. Besser eignen sich Weine mit wenig Gerbstoff, etwa Spätburgunder, Schwarzriesling, Portugieser oder Trollinger. Servier die Rotweinschorle gut gekühlt.